So, mal wieder in knapper Zusammenfassung:
Nach einer angemessenen Zeit in Wellington beschloss ich, dass ich nun genug Betten gemacht und fremde Schamhaare aus Hotelduschen Duschen gepickt habe und das schoene Wellington und mein buntes Hostel mit all seinen Bewohnern verlassen werde um meine Mum in Auckland abzuholen und dann drei Wochen mit ihr herum zu reisen. Fuer die ca. 11-stuendigen Fahrt nach Auckland fanden sich 3 nette Herren, die in die gleiche Richtung wollten: Tim aus Holland, Andrew aus Kanada und Chris, ein Kiwi aus Auckland. So quetschten wir uns zu viert mit all unserem Gepaeck in meinen Kombi und duesten los Richtung Norden. Auch wenn ich alles schon mal gesehen hatte: es war ein grossartiger Road-Trip. Wir verstanden uns super, das Wetter war perfekt und wir waren alle in bester Stimmung. In Taupo angekommen, der Stadt mit dem grossen See gleichen Namens in der Mitte des Landes, parkten wir am Seeufer, sprangen aus dem Auto, rissen uns im Laufen die Klamotten vom Leib und huepften ins Wasser. Beim Schwimmen und in-der-Sonne-trocknen hatte man dann einen dramatischen Ausblick auf schneebedeckte Berge. Dann blieben wir einfach am Seeufer, tranken unser mitgebrachtes Bier, schauten den Sonnenuntergang an und schliefen unter freiem Sternenhimmel. Einziger fehler in diesem Kitschbild waren die Mosquitos und sandflies, die mit nachts mein ganzes Gesicht zerstachen (das einzige was aus meinem Schlafsack guckte, so dass ich morgens aussah wie ein 15jaehriges Pubertaetsopfer. In Hamilton setzte ich dann Tim und Andrew ab und in Auckland Chris. Ich fuhr weiter nach Whangarei und besuchte Martin, wir machten ein paar Tage Urlaub zusammen, gingen schnorcheln (so richtig mit Neoprenanzug!)und wandern. Am Sonntag fuhr ich dann zurueck nach Auckland um Wera vom Flughafen abzuholen. Mal abgesehen von einigen kleinen Pannen, wie 2stuendige Flugverspaetung und fehlendes Gepaeck kam sie aber nach 34 Stunden Fahrt wohlbehalten und am Stueck in Neuseeland an. Wir blieben ein paar Tage in Auckland und schliefen in einem Hippiedorf, in dem mein Freund Chris (der Kiwi) mal gewohnt hat und den wir dort trafen. Es war ein wunderschones Gelaende am Waldrand mit echten Hippies (oder so wie ich mir das vorstelle). Nachdem wir entspannt genug waren packten wir Chris ein und fuhren wieder Richtung Sueden, ueber Coromandel und wieder mal Taupo. Wera schlug sich tapfer das Kiwi-Englisch zu verstehen und wir waren ein ganz gute Gruppe. Zurueck in Wellington wartete schon das halbe Hostel darauf endlich meine Mutter kennzulernen und wir begossen das Ereignis mit reichlich Alkohol.
Nach 2 Tagen Wellington ging es dann endlich endlich (nur noch zu zweit) auf die Suedinsel! Dort erwartete uns eine atemberaubende Landschaft, die sich staendig verandert. Am dritten Tag gings los auf eine 3-taegige Kayaktour im Abel Tasman National Park, das bisherige Highlight meiner (und Weras) Reise. Es war der absolute Hammer, man fuehlte sich wie in einer Bacardi-Werbung: tuerkisgrunes Wasser, weisse Sandstraende, blauer Himmel und dichter gruner Dschungel... Wir waren ein bunte Gruppe (8 Leute und unser Guide) und verstanden uns gut. Wir fuhren tagsueber mit unseren Seakayaks an der Kueste entlang und campten nachts im Wald, 3 Tage ohne Dusche und Spiegel, hatten aber leckeres Essen und einen kleinen Bier- und Weinvorrat dabei, der die Abende perfekt machte. in den 3 Tagen sahen wir Delfine, Robben, Pinguine, Stachelrochen, Kormorane und als absolutes Highlight eine Orcawal-Familie die ploetzlich direkt neben und unter unseren Kayaks auftauchte, der absolute Wahnsinn! Selbst unser Guide war beeindruckt und sagte, er haette in 8 Jahren nur 2 mal Orcas gesehen.
Jetzt sind wir in Nelson, einer sehr relaxten Ecke der Suedinsel und lassen es uns bei sommerlichen Hoechsttemperaturen gutgehen. Heute werde ich wohl am Strand meinen Teint perfektionieren :) Da zieht es mich jetzt auch hin, also sach ich ma tschues und bis bald!
Dienstag, 6. Januar 2009
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