Mittwoch, 26. November 2008

Bacardi Feeling.... lalala.. aetsch, hier wird's jetzt Sommer

Liebe Leser,

so da bin ich endlich wieder. Ich lasse mich so langsam in Wellington nieder, hab zwar immer noch keinen Job und keine Wohnung, fuehl mich aber trotzdem langsam heimisch. Im Auto schlaeft es sich ebensogut und die Kiwis brauchen eben ein bisschen laenger um sich auf eine Bewerbung zu melden. Tatsaechlich stehe ich fuer 6Eur die Nacht auf dem Parkplatz eines Hostels und darf Dusche/Kueche etc. nutzen und dafuer im Auto wohnen. Ich hab inzwischen sogar schoene, gruene Vorhaenge! Am Dienstag hab ich mein erstes Vorstellungsgespraech, vielleicht werde ich bald im Cafe des neuseelaendischen Nationalmuseums arbeiten, uebrigens das beste Museum was ich bisher gesehen habe, nur so nebenbei bemerkt (Ich habe schon 3 komplette Tage dort verbracht und immer noch nicht alles gesehen). Und sobald der Job in der Tasche ist, werd ich mich wohl auch nach einem WG-Zimmer umsehen.
Ansonsten haeng ich ein bisschen rum und geniesse das immer besser werdende Wetter. Zeit fuer die Sommerklamotten aus den tiefen das Rucksacks kramen, am Strand liegen und mit sandigen Fuessen in alten Vans durch die Stadt cruisen, Musik hoeren, nette Menschen treffen, ueber das Leben sinnieren, Grillen, eiskaltes Bier trinken und jeden Tag ein bisschen brauner werden... na, schon neidisch? ;) Ich kann mich tatsaechlich nicht beschweren und musste mich eben auch ein bisschen ueberwinden in eines der speckigen, duesteren Internetcafes zu gehen und meinen Blog zu schreiben. Aber ich weiss ja was ich euch schuldig bin ;)

Zu meiner letzten Reise: Ich bin nochmal ein bisschen mit Martin herumgereist, um die letzten Ecken der Nordinsel zu erkunden. Wir sind wieder viel in der Natur unterwegs gewesen, haben draussen gezeltet, auf Lagerfeuern gekocht, wilde Seehunde beobachtet, an weissen und schwarzen Stein- und Sandstraenden gesessen, in den immer noch schneebedeckten Bergen herum gewandert, viel Spass gehabt und letztendlich trotzdem unser beziehungsartiges Verhaeltnis beendet. So, jetzt wisst ihr Bescheid. Detailliertere Informationen werden nur auf Anfrage vertraulich an einzelne Personen weitergegeben. Auf jeden Fall geht es mir gut.
Mehr faellt mir grad gar nicht ein. Falls mir wieder was lustiges passiert, seid ihr natuerlich die ersten die es erfahrt.
Bis bald

Von noch mehr Nordinsel

Donnerstag, 6. November 2008

Dienstag, 4. November 2008

hello from windy Welly

Hallo aus der Hauptstadt! Heute ist nichts mit langen Beschreibungen lustiger Geschichten, ich muss jetzt schnell und kompakt Informationen loswerden. Also... was bisher geschah: Nach meinem Autotrip bin ich fuer eine Woche auf einen Reiterhof in der Naehe von Whangarei gezogen um dort fuer Kost und Logis zu arbeiten (wwoofing genannt). Ich habe mit der Familie zusammen gewohnt, durfte mal eine Reitstunde mitmachen und hab so hier und da geholfen. Es war sehr nett und ich musste versprechen wieder zu kommen. Direkt danach ging es dann mit Il-Ho, einem alten Bekannten aus Schulzeiten, auf Reisen. Er hatte in Australien eine Praktikum gemacht und will 3 Wochen in Neuseeland herumreisen. Auf Studivz hat er gesehen, dass ich hier bin und mich angeschrieben. Wir beschlossen also zusammen zu reisen. Er kam nach Whangarei und wir zogen mit meinem Auto los. Zuerst ging es wieder in den hohen Norden (wo ich ja schon war, was aber zur Neuseeland-Tour dazu gehoert). In den paar Tagen stellt sich aber heraus, dass unser Reisetempo und -gefuehl nicht ganz zusammen passt. Er moecht in 3 Wochen die ganze Insel durchqueren und guckt sich gern die Landschaft vom Auto aus an. Ich dagegen moecht gern wandern und die Landschaft erkunden, hasse lange Autofahrten (immer noch) und wollte eben auch nicht soviel Geld fuer Sprit ausgeben, wenn ich unterwegs nur einen Bruchteil zu sehen bekomme. Nach einigen Planaenderungen entschied ich mit bis nach Wellington zu kommen, dort ein wenig zu bleiben und mich langsam jobbend und campend wieder nach oben durchzuschlagen (denn die Suedinsel ist immer noch verdammt kalt und muss noch 1-2 Monate warten!).
Vom hohen Norden ging es also weiter nach Coromandel, einer wunderschoenen Ausbuchtung an der Ostkueste, unterhalb von Auckland. Hier war eine sehr enspannte Suedsee-Atmosphaere zu spueren, es gab atemberaubende Straende, gemuetliche Staedtchen und ueberall wurde geschnorchelt und getaucht. Diese Aktivitaeten muessen fuer mich leider warten, wir haben nur einen kleinen Spaziergang zu einem Steintor gemacht, den das Wasser geformt hat. Sehr imposant! Danach machten wir uns in die Mitte der Nordinsel auf, zum Lake Taupo. Das ist ein riesiger See in (wie immer) schoener Umgebung. Hier sind wir ein wenig ziellos am Ufer herumgeklettert, um alte Maori-Gravierungen am Fels zu entdecken, die eigentlich nur vom (teuren) Touri-Boot aus zu sehen sind... ziemlich erfolglos. Weiter ging es in den Tongariro National Park, der erste Nationalpark Neuseelands. Die Landschaft ist hier ploetzlich ganz anders als der Rest der Insel: anstatt gruener Huegel und Waeldern findet man hier eher steppenartige Pflanzen in Braun- und Rottoenen. Im Nationalpark befinden sich 3 noch aktive Vulkane, die schneebedeckt sind und als Skigebiet benutzt werden. Auch dieser Spass muss warten, wir haben einen walk zu einem nahegelegenen Wasserfall gemacht (der aber auch sehr schoen war). Hier wurden mehrer Szenen von Lord of the Rings gedreht, unter anderem Mordor und der Mount of Doom. Beim naechsten Besuch wuerde ich mit einer mehrtaegigen Wanderung durch die Berge liebaeugeln. Jemand Interesse? (Mama?) Das naechste Ziel war dann auch schon Wellington und hier bin ich. Nach dem ganzen Im-Busch-Herumgespringe (wir haben ausser einmal naemlich nur gezeltet, und das nicht nur bei Sonnenschein..), freu ich mich heute Abend auf ein richtiges Bett und kann die Grossstadt, die vielen Menschen und die vielen Autos um mich herum noch gar nicht richtig fassen. Es ist kalt, regnerisch und extrem windig hier, ich fuehl mich wie in Hamburg! Morgen zieh ich in ein gemuetlicheres Hostel und bekomme vielleicht sogar eine Anstellung als Rezeptionistin, wie einige wissen mein Working Holiday-Traumjob. So, jetzt ist mein Geld gleich alle und ich muss was essen. Ihr erfahrt die Tage mehr!