Liebe Leser,
ich bin jetzt schon seit einer Woche in Auckland und wohne in Kahikatea, das ist die Hippiesiedlung in der ich schon vor 2 Monaten einmal fuer ein paar Tage war. Diese Gemeinschaft liegt etwas ausserhalb von Auckland auf einem wunderschoenen grossen Gelaende halb im Wald versteckt und umfasst mehrere Gebaeude. Z.Zt. wohnen dort etwa 30 Leute, jeder hat sein eigenes Zimmer in verschiedenen Huetten und wir teilen Kueche, Wohnraeume und Badezimmer. Hier wohnen sehr unterschiedliche Menschen verschiedener Nationalitaeten und Altersklassen, es ist also eine nette bunte Mischung. Joseph, der schon seit 18 Jahren hier wohnt erzaehlt manchmal von den alten Zeiten der Kommune, als sie noch Centrepoint hiess und fuer einige Skandale gesorgt hat und um 2000 von der Polizei aufgeloest wurde. Anscheinend fand wohl ein sektenaehnliches Leben statt, die Menschen lebten und schliefen in grossen Raeumen zusammen, chemische Drogen aller Art wurden selbst hergestellt und gemeinsam eingenommen und auch gemeinschaftlicher Sex spielte eine wichtige Rolle in der Horizonterweiterung. Das ging soweit, dass sich der Guru die jungen Toechter der Bewohner zur praktischen Sex-Erziehung zur Brust nahm und das ganze schliesslich als Kindesmissbrauchs-Skandal aufflog und die Kommune aufgeloest wurde. Bis heute hat die Gemeinschaft aber seinen Ruf als Suendenpfuhl nicht verloren und mir wurde erzaehlt, dass die Dorfkinder sich immer mal wieder zur Mutprobe auf's Gelaende schleichen und dann erschreckt wegrennen wenn sie jemand ueber den Weg laufen. Ich hab aber noch keine gesehen, bin aber schon am ueberlegen was ich ihnen fuer stories erzaehle falls ich sie mal treffe :)
Ich bin z.Zt. noch in einem schoenen hellen Zimmer mit Blick ueber das Gelaende und werde Ende der Woche in meine eigene abgefahrene Hippiehuette ziehen. Fotos folgen dann.
Trotz der erfreulichen Umgebung ist meine Laune im Moment eher instabil. Ich weiss nicht so recht was ich mit mir anfangen soll, zieh mich viel zurueck und bin alleine, hab wenig Energie fuer neue Freundschaften und vermisse stattdessen meine Freunde zu Hause. Die Jobsuche hoert sich von Anfang an wenig ermutigend an, es ist wohl schwierig als Nicht-Kiwi einen anstaendigen Job zu bekommen, mir wird immer wieder geraten mich in den Cafes in der Umgebung umzuschauen, wenn ich einen Job suche.
Trotzdem will ich nicht einfach aufgeben und noch weniger will ich mit leeren Haenden nach Hause zurueck kehren und vor denselben Problemen stehen.
An alle sich Sorgenden zu Hause (vor allem an Oma): Don't Panic, macht euch keine Sorgen, Durchhaenger gehoeren nunmal dazu, vor allem wenn man gerade seinen ersten richtigen Job sucht. Ich komm schon wieder auf die Beine, werd halt einfach klein anfangen muessen.
Dienstag, 31. März 2009
Sonntag, 15. März 2009
"ja cool, wir laden uns 30 kilo auf'n Ruecken und latschen den ganzen Tag im Regen bergauf"
... so aehnlich fuehlten Maike und ich uns aber nur am ersten Tag unserer 4-taegigen Wanderung durch die Fjorde der Suedinsel. Danach entstanden diese Fotos:
Aber von vorne: Maike aus Muenster habe ich vor ein paar Wochen in Nelson kennen gelernt und - wie das in Neuseeland oft passiert - sind wir uns in Queenstown wieder ueber den Weg gelaufen. Ich zog auf ihren Hostelcampingplatz und wir beschlossen zusammen einen der spektakulaeren "Great Walks" in Angriff zu nehmen. Nach einigem Kampf mit Terminfindung, Routenplanung und Anmeldung stand es fest. Wir entschieden uns fuer den Kepler Track, einen 67km langen Rundweg durch die Berge. Selbst meine Erkaeltung und die ploetzlichen Schneefaelle hielten uns nicht ab - statt dessen wurden eben noch Termounterwaesche und Nasentropfen in die Rucksaecke gepackt. Am Morgen der Abreise konnte man vor Nebel kaum die Hand vor Augen sehen, es regnete in Stroemen, war sehr kalt und die Umrisse der Berge waren weiss vor Schnee... mit gemischten Gefuehlen setzten wir uns ins Auto und fuhren nach Te Anau, von wo es losgehen sollte. Am ersten Tag stapften wir etwa 5 Stunden auf fast 1270 Hoehenmeter bis zur ersten Huette, wo wir uebernachteten. Der Weg war maessig steil und da ich nach meinen vorherigen Bergwanderungen das schlimmste erwartet hatte, war ich von der relativ einfachen Bewaeltigung des Aufstiegs angenehm ueberrascht. Trotzdem war es natuerlich anstrengend Die Huetten sind von DOC (Department of Conservation) bereit gestellt und muessen wegen begrenzter Bettenanzahl fuer relativ viel Geld gebucht werden. Deshalb entschieden wir uns nur fuer ein Nacht in einer Huette zu schlafen und ansonsten zu zelten. In der Huette gab einen grossen Schalfraum und einen "Wohnraum" der mit einem Holzofen beheizt wurde. Strom gab es keinen, aber dafuer sauberes Regenwasser, das man ohne abkochen trinken konnte. Wegen unserer Campingplaene mussten wir aber noch Zelt, Isomatten und Gaskocher + Kartuschen mitschleppen. Nach einer kalten und lauten (aber bequemen) Nacht im 60-Bett-Schlafraum wurden wir am naechsten Morgen mit klarer Sicht auf die Berge und ein paar Sonnenstrahlen belohnt. Die Aussicht an diesem Tag war atemberaubend! Soweit das Auge blicken konnte Berge in verschiedenen Farben - mal steinig und schneebedeckt, mal gruen und saftig, mal steppenartig gelb-braun - und dazwischen glasklare Seen und Fluesse... Ich fuehlte mich unglaublich klein.
Die Landschaft auf der Strecke aenderte sich staendig; wir liefen durch verschiedene Waelder, nackte Berge, durch buschbedeckte Taeler und an Fluessen und Seen entlang.
Die restlichen Tage waren relativ regenfrei, mit abwechselnd Nebel und Sonne. Am letzten Tag war der Sommer wieder zurueck gekehrt und wir liefen im T-Shirt und hochgekrempelter Hose. Koerperlich haben wir das ganze recht gut ueberstanden, auch wenn Beine und Fuesse am Ende natuerlich ganz schoen muede waren. Ausserdem sehnt man sich nach 4 Tagen ohne Dusche und mit fast ausschliesslich einer Garderobe doch wieder ganz schoen nach der Zivilisation, von der Nahrung ganz zu schweigen: Instant-Nudeln und Muesliriegel kann ich in naechster Zeit auf jeden Fall erstmal nicht mehr sehen. Das schlimmste waren wohl die Sandflies und Moskitos, die mich besonders in der letzten Nacht komplett um den Schlaf gebracht habe (ich fand es eine gute Idee nicht im Zelt sondern in einer leerstehenden DOC-Huette zu schlafen). Erfinderisch wie ich bin habe ich mir sogar um ca 5:30Uhr morgens in kompletter Dunkelheit aus meiner Termostrupfhose und einem Halstuch ein Mueckennetz fuer mein Gesicht gebastelt, was aber leider nicht so viel bringt wenn einen diese BEKACKTEN Monster sogar durch den Schlafsack (!!) stechen. Immerhin bin ich meine Erkaeltung unterwegs losgeworden und hab mich sogar mit meinem uralt-Rucksack, dessen Traegergurte schlecht gepolstert sind und immer in die Schultern schneiden, arrangiert (Handtuch drunter packen!). Trotz der kleinen Unanehmlichkeiten war es eine tolle Erfahrung so an seine Grenzen zu gehen! Und allein fuer die Aussicht hat sich das ganze schon gelohnt.
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| Von Kepler Track |
Aber von vorne: Maike aus Muenster habe ich vor ein paar Wochen in Nelson kennen gelernt und - wie das in Neuseeland oft passiert - sind wir uns in Queenstown wieder ueber den Weg gelaufen. Ich zog auf ihren Hostelcampingplatz und wir beschlossen zusammen einen der spektakulaeren "Great Walks" in Angriff zu nehmen. Nach einigem Kampf mit Terminfindung, Routenplanung und Anmeldung stand es fest. Wir entschieden uns fuer den Kepler Track, einen 67km langen Rundweg durch die Berge. Selbst meine Erkaeltung und die ploetzlichen Schneefaelle hielten uns nicht ab - statt dessen wurden eben noch Termounterwaesche und Nasentropfen in die Rucksaecke gepackt. Am Morgen der Abreise konnte man vor Nebel kaum die Hand vor Augen sehen, es regnete in Stroemen, war sehr kalt und die Umrisse der Berge waren weiss vor Schnee... mit gemischten Gefuehlen setzten wir uns ins Auto und fuhren nach Te Anau, von wo es losgehen sollte. Am ersten Tag stapften wir etwa 5 Stunden auf fast 1270 Hoehenmeter bis zur ersten Huette, wo wir uebernachteten. Der Weg war maessig steil und da ich nach meinen vorherigen Bergwanderungen das schlimmste erwartet hatte, war ich von der relativ einfachen Bewaeltigung des Aufstiegs angenehm ueberrascht. Trotzdem war es natuerlich anstrengend Die Huetten sind von DOC (Department of Conservation) bereit gestellt und muessen wegen begrenzter Bettenanzahl fuer relativ viel Geld gebucht werden. Deshalb entschieden wir uns nur fuer ein Nacht in einer Huette zu schlafen und ansonsten zu zelten. In der Huette gab einen grossen Schalfraum und einen "Wohnraum" der mit einem Holzofen beheizt wurde. Strom gab es keinen, aber dafuer sauberes Regenwasser, das man ohne abkochen trinken konnte. Wegen unserer Campingplaene mussten wir aber noch Zelt, Isomatten und Gaskocher + Kartuschen mitschleppen. Nach einer kalten und lauten (aber bequemen) Nacht im 60-Bett-Schlafraum wurden wir am naechsten Morgen mit klarer Sicht auf die Berge und ein paar Sonnenstrahlen belohnt. Die Aussicht an diesem Tag war atemberaubend! Soweit das Auge blicken konnte Berge in verschiedenen Farben - mal steinig und schneebedeckt, mal gruen und saftig, mal steppenartig gelb-braun - und dazwischen glasklare Seen und Fluesse... Ich fuehlte mich unglaublich klein.
Die Landschaft auf der Strecke aenderte sich staendig; wir liefen durch verschiedene Waelder, nackte Berge, durch buschbedeckte Taeler und an Fluessen und Seen entlang.
Die restlichen Tage waren relativ regenfrei, mit abwechselnd Nebel und Sonne. Am letzten Tag war der Sommer wieder zurueck gekehrt und wir liefen im T-Shirt und hochgekrempelter Hose. Koerperlich haben wir das ganze recht gut ueberstanden, auch wenn Beine und Fuesse am Ende natuerlich ganz schoen muede waren. Ausserdem sehnt man sich nach 4 Tagen ohne Dusche und mit fast ausschliesslich einer Garderobe doch wieder ganz schoen nach der Zivilisation, von der Nahrung ganz zu schweigen: Instant-Nudeln und Muesliriegel kann ich in naechster Zeit auf jeden Fall erstmal nicht mehr sehen. Das schlimmste waren wohl die Sandflies und Moskitos, die mich besonders in der letzten Nacht komplett um den Schlaf gebracht habe (ich fand es eine gute Idee nicht im Zelt sondern in einer leerstehenden DOC-Huette zu schlafen). Erfinderisch wie ich bin habe ich mir sogar um ca 5:30Uhr morgens in kompletter Dunkelheit aus meiner Termostrupfhose und einem Halstuch ein Mueckennetz fuer mein Gesicht gebastelt, was aber leider nicht so viel bringt wenn einen diese BEKACKTEN Monster sogar durch den Schlafsack (!!) stechen. Immerhin bin ich meine Erkaeltung unterwegs losgeworden und hab mich sogar mit meinem uralt-Rucksack, dessen Traegergurte schlecht gepolstert sind und immer in die Schultern schneiden, arrangiert (Handtuch drunter packen!). Trotz der kleinen Unanehmlichkeiten war es eine tolle Erfahrung so an seine Grenzen zu gehen! Und allein fuer die Aussicht hat sich das ganze schon gelohnt.
Sonntag, 1. März 2009
Long time no hear
Liebe Leser,
ich entschuldige mich erneut fuer die lange Unterbrechung meiner Berichterstattung. Hier die News:
Ich bin in Queenstown. Das ist ganz im Sueden der Suedinsel. Es ist wunderschoen bergig drumherum und die ganzen Schneehasen koennen den nahenden Winter kaum abwarten. Leider werd ich mir wohl keinen Skipass leisten koennen/wollen, deshalb bin ich dann wohl doch bald wieder wech hier (nachdem ich eigentlich beschlossen hatte ein paar Monate zu bleiben). Jobmaessig gibt es halt wieder das uebliche: Restaurant/Cafe, Hotel, Putzen und wer was drauf hat kann Guide fuer irgendwelche verrueckten Sachen werden. Hier kommen naemlich im Minutentakt Menschen aus dem Himmel gesegelt, gesprungen oder sonstwie zurueck auf die Erde. Ich hab mir sogar ein WG-Zimmer besorgt, ganz wunderschoen direkt am See mit Blick auf die Berge. Ich kann von meinem Bett aus den Sonnenaufgang hinter den Bergen sehen... leider schaff ich immer nur wenige Sekunden die Augen offen zu halten bevor ich wieder einschlafe, aber immerhin.
Das Problem war jetzt nur, dass ich quasi nen Deal mit mir habe nicht einfach das ganze Jahr hier zu verdoedeln, sondern noch was anstaendiges fuer die berufliche Zukunft zu machen. Nach 5 Monaten Verdoedelei musste ich dann doch langsam streng werden und ein Machtwort sprechen. Dann habe ich mir Spassverbot gegeben, mich tagelang ins Internetcafe eingesperrt und Bewerbungen geschrieben, hauptsaechlich an Filmproduktionsfirmen, weil neben dem Hosteltraum wuerd ja so gern Filme machen (Sarah- du hast mich infiziert!). Leider interessiert die Filmproduktionsfirmen das herzlich wenig und ich erfuhr eine Menge Ablehnung in der letzten Woche :(
Immerhin haben sich zwei Menschen erbarmt und wuerden mich mal bei nem Kaffee unter Augenschein nehmen und vielleicht fuer ein bisschen unbezahlte Arbeite in Erwaehgung ziehen. Die Welt ist so gnaedig. Ich bin willig und gebe mich gern als Sklave her, aber diese Menschen sind nun ausgerechnet in Auckland. Aus Mangel an Alternativen werde ich mich jedoch in etwa 2 Wochen tatsaechlich auf den Weg nach Auckland machen... So lange will ich hier noch den Rest des Sommers geniessen, viel Wandern und mich an Bergen sattsehen. Ausserdem steht noch eine groessere Wanderung im Fjordland auf dem Plan. Leider ist mein Fotoapparat verreckt und den von Wera hab ich dann auch noch kaputt gekriegt und jetzt steh ich da und zoegere und zoegere...
Was zwischen letzten Blog und diesem Blog geschah: Wera und ich sind die Westkueste runter gefahren. Wahnsinns-Landschaft mit sehr wenig Zivilisation (Mum wollte mir ja nicht glauben, dass die naechsten 100 Km keine Tankstelle mehr kommt...) und viel Busch und rauher Kueste. Wir haben es bis zum Franz Josef Glacier geschafft, ein Gletscher. Der hat uns ein wenig entaeuscht, dafuer hat dann der Arthur's Pass alles wieder wett gemacht. Ein Pass durch die Berge, mit einer kleinen Siedlung in der Mitte von wo man Bergwanderungen machen kann. Unser auserwaehlter Berg hat uns ganz schoen herausgefordert. Mum hat kurz vorm Gipfel schlapp gemacht, ich hab mich noch die letzte halbe Stunde hochgeschleppt und bin auf der schmalen, steinigen Kante bis zur Spitze hoch balanciert und den million-dollar-Ausblick genossen, dann mussten wir ja auch wieder runter! Leider konnte ich danach 3 Tage nicht mehr laufen, aber das war's wert. Am naechsten Tag ging's nach Christchurch, wo wir dann Abschied feierten und Wera wieder zurueck in die richtige Welt musste. Ich mach noch ein bisschen weiter Maerchenland. - nur das mit dem Filmpraktikum, das ist echt doof.
Drueckt mir die Daumen fuer die Auckland-Geschichte und lasst von euch hoeren.
ich entschuldige mich erneut fuer die lange Unterbrechung meiner Berichterstattung. Hier die News:
Ich bin in Queenstown. Das ist ganz im Sueden der Suedinsel. Es ist wunderschoen bergig drumherum und die ganzen Schneehasen koennen den nahenden Winter kaum abwarten. Leider werd ich mir wohl keinen Skipass leisten koennen/wollen, deshalb bin ich dann wohl doch bald wieder wech hier (nachdem ich eigentlich beschlossen hatte ein paar Monate zu bleiben). Jobmaessig gibt es halt wieder das uebliche: Restaurant/Cafe, Hotel, Putzen und wer was drauf hat kann Guide fuer irgendwelche verrueckten Sachen werden. Hier kommen naemlich im Minutentakt Menschen aus dem Himmel gesegelt, gesprungen oder sonstwie zurueck auf die Erde. Ich hab mir sogar ein WG-Zimmer besorgt, ganz wunderschoen direkt am See mit Blick auf die Berge. Ich kann von meinem Bett aus den Sonnenaufgang hinter den Bergen sehen... leider schaff ich immer nur wenige Sekunden die Augen offen zu halten bevor ich wieder einschlafe, aber immerhin.
Das Problem war jetzt nur, dass ich quasi nen Deal mit mir habe nicht einfach das ganze Jahr hier zu verdoedeln, sondern noch was anstaendiges fuer die berufliche Zukunft zu machen. Nach 5 Monaten Verdoedelei musste ich dann doch langsam streng werden und ein Machtwort sprechen. Dann habe ich mir Spassverbot gegeben, mich tagelang ins Internetcafe eingesperrt und Bewerbungen geschrieben, hauptsaechlich an Filmproduktionsfirmen, weil neben dem Hosteltraum wuerd ja so gern Filme machen (Sarah- du hast mich infiziert!). Leider interessiert die Filmproduktionsfirmen das herzlich wenig und ich erfuhr eine Menge Ablehnung in der letzten Woche :(
Immerhin haben sich zwei Menschen erbarmt und wuerden mich mal bei nem Kaffee unter Augenschein nehmen und vielleicht fuer ein bisschen unbezahlte Arbeite in Erwaehgung ziehen. Die Welt ist so gnaedig. Ich bin willig und gebe mich gern als Sklave her, aber diese Menschen sind nun ausgerechnet in Auckland. Aus Mangel an Alternativen werde ich mich jedoch in etwa 2 Wochen tatsaechlich auf den Weg nach Auckland machen... So lange will ich hier noch den Rest des Sommers geniessen, viel Wandern und mich an Bergen sattsehen. Ausserdem steht noch eine groessere Wanderung im Fjordland auf dem Plan. Leider ist mein Fotoapparat verreckt und den von Wera hab ich dann auch noch kaputt gekriegt und jetzt steh ich da und zoegere und zoegere...
Was zwischen letzten Blog und diesem Blog geschah: Wera und ich sind die Westkueste runter gefahren. Wahnsinns-Landschaft mit sehr wenig Zivilisation (Mum wollte mir ja nicht glauben, dass die naechsten 100 Km keine Tankstelle mehr kommt...) und viel Busch und rauher Kueste. Wir haben es bis zum Franz Josef Glacier geschafft, ein Gletscher. Der hat uns ein wenig entaeuscht, dafuer hat dann der Arthur's Pass alles wieder wett gemacht. Ein Pass durch die Berge, mit einer kleinen Siedlung in der Mitte von wo man Bergwanderungen machen kann. Unser auserwaehlter Berg hat uns ganz schoen herausgefordert. Mum hat kurz vorm Gipfel schlapp gemacht, ich hab mich noch die letzte halbe Stunde hochgeschleppt und bin auf der schmalen, steinigen Kante bis zur Spitze hoch balanciert und den million-dollar-Ausblick genossen, dann mussten wir ja auch wieder runter! Leider konnte ich danach 3 Tage nicht mehr laufen, aber das war's wert. Am naechsten Tag ging's nach Christchurch, wo wir dann Abschied feierten und Wera wieder zurueck in die richtige Welt musste. Ich mach noch ein bisschen weiter Maerchenland. - nur das mit dem Filmpraktikum, das ist echt doof.
Drueckt mir die Daumen fuer die Auckland-Geschichte und lasst von euch hoeren.
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