Hallo aus der Hauptstadt! Heute ist nichts mit langen Beschreibungen lustiger Geschichten, ich muss jetzt schnell und kompakt Informationen loswerden. Also... was bisher geschah: Nach meinem Autotrip bin ich fuer eine Woche auf einen Reiterhof in der Naehe von Whangarei gezogen um dort fuer Kost und Logis zu arbeiten (wwoofing genannt). Ich habe mit der Familie zusammen gewohnt, durfte mal eine Reitstunde mitmachen und hab so hier und da geholfen. Es war sehr nett und ich musste versprechen wieder zu kommen. Direkt danach ging es dann mit Il-Ho, einem alten Bekannten aus Schulzeiten, auf Reisen. Er hatte in Australien eine Praktikum gemacht und will 3 Wochen in Neuseeland herumreisen. Auf Studivz hat er gesehen, dass ich hier bin und mich angeschrieben. Wir beschlossen also zusammen zu reisen. Er kam nach Whangarei und wir zogen mit meinem Auto los. Zuerst ging es wieder in den hohen Norden (wo ich ja schon war, was aber zur Neuseeland-Tour dazu gehoert). In den paar Tagen stellt sich aber heraus, dass unser Reisetempo und -gefuehl nicht ganz zusammen passt. Er moecht in 3 Wochen die ganze Insel durchqueren und guckt sich gern die Landschaft vom Auto aus an. Ich dagegen moecht gern wandern und die Landschaft erkunden, hasse lange Autofahrten (immer noch) und wollte eben auch nicht soviel Geld fuer Sprit ausgeben, wenn ich unterwegs nur einen Bruchteil zu sehen bekomme. Nach einigen Planaenderungen entschied ich mit bis nach Wellington zu kommen, dort ein wenig zu bleiben und mich langsam jobbend und campend wieder nach oben durchzuschlagen (denn die Suedinsel ist immer noch verdammt kalt und muss noch 1-2 Monate warten!).
Vom hohen Norden ging es also weiter nach Coromandel, einer wunderschoenen Ausbuchtung an der Ostkueste, unterhalb von Auckland. Hier war eine sehr enspannte Suedsee-Atmosphaere zu spueren, es gab atemberaubende Straende, gemuetliche Staedtchen und ueberall wurde geschnorchelt und getaucht. Diese Aktivitaeten muessen fuer mich leider warten, wir haben nur einen kleinen Spaziergang zu einem Steintor gemacht, den das Wasser geformt hat. Sehr imposant! Danach machten wir uns in die Mitte der Nordinsel auf, zum Lake Taupo. Das ist ein riesiger See in (wie immer) schoener Umgebung. Hier sind wir ein wenig ziellos am Ufer herumgeklettert, um alte Maori-Gravierungen am Fels zu entdecken, die eigentlich nur vom (teuren) Touri-Boot aus zu sehen sind... ziemlich erfolglos. Weiter ging es in den Tongariro National Park, der erste Nationalpark Neuseelands. Die Landschaft ist hier ploetzlich ganz anders als der Rest der Insel: anstatt gruener Huegel und Waeldern findet man hier eher steppenartige Pflanzen in Braun- und Rottoenen. Im Nationalpark befinden sich 3 noch aktive Vulkane, die schneebedeckt sind und als Skigebiet benutzt werden. Auch dieser Spass muss warten, wir haben einen walk zu einem nahegelegenen Wasserfall gemacht (der aber auch sehr schoen war). Hier wurden mehrer Szenen von Lord of the Rings gedreht, unter anderem Mordor und der Mount of Doom. Beim naechsten Besuch wuerde ich mit einer mehrtaegigen Wanderung durch die Berge liebaeugeln. Jemand Interesse? (Mama?) Das naechste Ziel war dann auch schon Wellington und hier bin ich. Nach dem ganzen Im-Busch-Herumgespringe (wir haben ausser einmal naemlich nur gezeltet, und das nicht nur bei Sonnenschein..), freu ich mich heute Abend auf ein richtiges Bett und kann die Grossstadt, die vielen Menschen und die vielen Autos um mich herum noch gar nicht richtig fassen. Es ist kalt, regnerisch und extrem windig hier, ich fuehl mich wie in Hamburg! Morgen zieh ich in ein gemuetlicheres Hostel und bekomme vielleicht sogar eine Anstellung als Rezeptionistin, wie einige wissen mein Working Holiday-Traumjob. So, jetzt ist mein Geld gleich alle und ich muss was essen. Ihr erfahrt die Tage mehr!
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