Montag, 2. Februar 2009

new photos

Von Mum and me

es kommen noch mehr...

Dienstag, 6. Januar 2009

On the road again

So, mal wieder in knapper Zusammenfassung:

Nach einer angemessenen Zeit in Wellington beschloss ich, dass ich nun genug Betten gemacht und fremde Schamhaare aus Hotelduschen Duschen gepickt habe und das schoene Wellington und mein buntes Hostel mit all seinen Bewohnern verlassen werde um meine Mum in Auckland abzuholen und dann drei Wochen mit ihr herum zu reisen. Fuer die ca. 11-stuendigen Fahrt nach Auckland fanden sich 3 nette Herren, die in die gleiche Richtung wollten: Tim aus Holland, Andrew aus Kanada und Chris, ein Kiwi aus Auckland. So quetschten wir uns zu viert mit all unserem Gepaeck in meinen Kombi und duesten los Richtung Norden. Auch wenn ich alles schon mal gesehen hatte: es war ein grossartiger Road-Trip. Wir verstanden uns super, das Wetter war perfekt und wir waren alle in bester Stimmung. In Taupo angekommen, der Stadt mit dem grossen See gleichen Namens in der Mitte des Landes, parkten wir am Seeufer, sprangen aus dem Auto, rissen uns im Laufen die Klamotten vom Leib und huepften ins Wasser. Beim Schwimmen und in-der-Sonne-trocknen hatte man dann einen dramatischen Ausblick auf schneebedeckte Berge. Dann blieben wir einfach am Seeufer, tranken unser mitgebrachtes Bier, schauten den Sonnenuntergang an und schliefen unter freiem Sternenhimmel. Einziger fehler in diesem Kitschbild waren die Mosquitos und sandflies, die mit nachts mein ganzes Gesicht zerstachen (das einzige was aus meinem Schlafsack guckte, so dass ich morgens aussah wie ein 15jaehriges Pubertaetsopfer. In Hamilton setzte ich dann Tim und Andrew ab und in Auckland Chris. Ich fuhr weiter nach Whangarei und besuchte Martin, wir machten ein paar Tage Urlaub zusammen, gingen schnorcheln (so richtig mit Neoprenanzug!)und wandern. Am Sonntag fuhr ich dann zurueck nach Auckland um Wera vom Flughafen abzuholen. Mal abgesehen von einigen kleinen Pannen, wie 2stuendige Flugverspaetung und fehlendes Gepaeck kam sie aber nach 34 Stunden Fahrt wohlbehalten und am Stueck in Neuseeland an. Wir blieben ein paar Tage in Auckland und schliefen in einem Hippiedorf, in dem mein Freund Chris (der Kiwi) mal gewohnt hat und den wir dort trafen. Es war ein wunderschones Gelaende am Waldrand mit echten Hippies (oder so wie ich mir das vorstelle). Nachdem wir entspannt genug waren packten wir Chris ein und fuhren wieder Richtung Sueden, ueber Coromandel und wieder mal Taupo. Wera schlug sich tapfer das Kiwi-Englisch zu verstehen und wir waren ein ganz gute Gruppe. Zurueck in Wellington wartete schon das halbe Hostel darauf endlich meine Mutter kennzulernen und wir begossen das Ereignis mit reichlich Alkohol.
Nach 2 Tagen Wellington ging es dann endlich endlich (nur noch zu zweit) auf die Suedinsel! Dort erwartete uns eine atemberaubende Landschaft, die sich staendig verandert. Am dritten Tag gings los auf eine 3-taegige Kayaktour im Abel Tasman National Park, das bisherige Highlight meiner (und Weras) Reise. Es war der absolute Hammer, man fuehlte sich wie in einer Bacardi-Werbung: tuerkisgrunes Wasser, weisse Sandstraende, blauer Himmel und dichter gruner Dschungel... Wir waren ein bunte Gruppe (8 Leute und unser Guide) und verstanden uns gut. Wir fuhren tagsueber mit unseren Seakayaks an der Kueste entlang und campten nachts im Wald, 3 Tage ohne Dusche und Spiegel, hatten aber leckeres Essen und einen kleinen Bier- und Weinvorrat dabei, der die Abende perfekt machte. in den 3 Tagen sahen wir Delfine, Robben, Pinguine, Stachelrochen, Kormorane und als absolutes Highlight eine Orcawal-Familie die ploetzlich direkt neben und unter unseren Kayaks auftauchte, der absolute Wahnsinn! Selbst unser Guide war beeindruckt und sagte, er haette in 8 Jahren nur 2 mal Orcas gesehen.
Jetzt sind wir in Nelson, einer sehr relaxten Ecke der Suedinsel und lassen es uns bei sommerlichen Hoechsttemperaturen gutgehen. Heute werde ich wohl am Strand meinen Teint perfektionieren :) Da zieht es mich jetzt auch hin, also sach ich ma tschues und bis bald!

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Merry Christmas everyone

Von Part party party



Heute ist der 24.12. und ich muss bis 22:30h im Hostel arbeiten. Menno. Alle anderen gehen schoen Abend essen, nur ich komm dann zum Bier trinken nach. Ist aber schon in Ordnung, dafuer hab ich morgen den ganzen Tag frei. Ausserdem bin ich soeben von zwei netten deutschen Maedels zum Haehnchen mit Kartoffeln und gruenen Bohnen-Essen eingeladen worden. Und hier wird eh erst am 25.12. richtig gefeiert, mit Geschenke auspacken, an den Strand gehen, Bier trinken und richtig kiwi-style Grillen. Jippieh!

Meine Lieben, ich wuensche euch allen ein frohes Fest und schicke euch ein paar Plusgrade aus der Ferne. Geniesst die Familienwaerme und habt euch alle lieb (inklusive mir) !
Ganz liebe weihnachtliche Gruesse,

Eure Sarah

Sonntag, 14. Dezember 2008

work... finally

Von working and living in Welly



Hallo zu Hause,

nach der ersten euphorischen Phase in Wellington musste ich bald feststellen, dass es nicht so einfach ist hier einen Job zu finden. Die Stadt ist mit 179 500 Einwohnern nur maessig gross und wird dafuer von Backpackern und Studenten ueberrannt. So wurde aus dem taeglichen Rumlaufen und Lebenslaeufe verteilen sowie Rumsurfen und Emails verschicken bald eine frustrierende Warterei in der ich nur zuschauen konnte wie das Geld und die Zeit dahinfliessen. Gleichzeitig lebte ich mich mehr und mehr in meinem Hostel (bzw. auf meinem Hostelparkplatz) und der Stadt ein, wurde Teil einer bunten Gemeinschaft von Menschen aus aller Welt, die mit wenig Geld viel Spass haben. Gerade als ich schweren Herzens beschloss Wellington wieder zu verlassen und mit in der Naehe auf dem Land einen 'fruit picking' job zu besorgen, ergab sich alles von selbst. Vicky, eine Receptionistin aus dem Hostel, gab ihren Job auf und man einigte sich sofort auf mich als Nachfolgerin. Am gleichen Tag rief mich jemand von einem Bed&Breakfast direkt gegenueber an und sagte mir den Maedchen-fuer-Alles-Job zu fuer den ich mich ein paar Tage vorher beworben hatte. Nun arbeite ich also 7-9 Stunden am Tag als Zimmermaedchen/Rezeptionistin/Malerin in Richmond's Guesthouse und am Abend 3 Stunden in meinem Hostel an der Rezeption. Das ist ne Menge Arbeit, macht aber bisher riesen Spass und befriedigt meinen Drang etwas produktives zu tun. Mal sehen wie lange ich es durchhalte.. Dafuer wohne ich jetzt - haltet euch fest - in einem EINZELZIMMER, und das fuer umme. Ich kann's immer noch nicht fassen, mein eigenes Zimmer. Es ist zwar nur ca 5qm gross, aber es ist meins und ich war nie gluecklicher ueber einen Raum. Es hat sogar ein richtiges Bett und Moebel und so, d.h. ich muss nicht mehr alle Tueten und Kartons in meinem Auto durchwuehlen wenn ich mein rotes T-shirt haben will und ich kann darin stehen und einfach das Licht anmachen wenn es dunkel ist usw... Herrlich.
Aber lass mich ein wenig mehr von meinem Hostel erzaehlen: Weil Rowena's Lodge das billigste Hostel in der Stadt ist, ist es nicht nur ein Hostel fuer Backpacker, sondern auch eine beliebte Bleibe fuer Menschen mit wenig Geld. Hier wohnen eine handvoll aelterer Herren, die seit 30 Jahren ein winziges Einzelzimmer (so eins wie ich jetzt habe) hier haben, eine Gruppe Maori-Bauarbeiter (auch Einzelzimmer), aber auch ein paar Menschen die ploetzlich alles verloren haben und nicht wussten wo sie hin sollten. Mal abgesehen von den meisten aelteren Herren, die wohl irgendwann beschlossen haben, dass sie nicht mehr staendig neue junge Leute kennenlernen wollen, hat sich hier eine wunderbare Gemeinschaft gebildet, in der man gemeinsam leidet und feiert, sich aushilft, Kochgemeinschaften gruendet und auch wahre Freundschaften schliesst (ist das nicht herzerwaermend? ich sollte Maerchenschreiberin werden). Das Gebaeude hat 3 Stockwerke und ist windschief und verwinckelt, das reinste Labyrinth fuer jemand der das erste Mal hier ist. Von innen ist es kunterbunt gestrichen, von aussen mit einer weissen Holzverkleidung und kleinen Terrassen-Gaengen, die sich um das ganze Gebaeude schlaengeln und es den Bewohnern so ermoeglicht aus ihren Fenstern zu klettern und auf dem Gang um das Haus zu laufen oder einfach dort zu sitzen und die Aussicht zu geniessen, die naemlich auch ziemlich schoen ist. Vor dem Haus ist eine grosse Terrasse mit Blick ueber die Stadt, in der wir abends zusammen sitzen und unser Supermarkt-Bier trinken (weggehen kann man sich nur ab uns zu mal leisten). So, und genau werde ich mich jetzt auch hinbegeben, denn meine Schicht ist zu Ende und ich will nach dem langen Tag mal die Beine langmachen. Das naechste Mal erfahrt ihr mehr ueber meinen Job.

Mittwoch, 26. November 2008

Bacardi Feeling.... lalala.. aetsch, hier wird's jetzt Sommer

Liebe Leser,

so da bin ich endlich wieder. Ich lasse mich so langsam in Wellington nieder, hab zwar immer noch keinen Job und keine Wohnung, fuehl mich aber trotzdem langsam heimisch. Im Auto schlaeft es sich ebensogut und die Kiwis brauchen eben ein bisschen laenger um sich auf eine Bewerbung zu melden. Tatsaechlich stehe ich fuer 6Eur die Nacht auf dem Parkplatz eines Hostels und darf Dusche/Kueche etc. nutzen und dafuer im Auto wohnen. Ich hab inzwischen sogar schoene, gruene Vorhaenge! Am Dienstag hab ich mein erstes Vorstellungsgespraech, vielleicht werde ich bald im Cafe des neuseelaendischen Nationalmuseums arbeiten, uebrigens das beste Museum was ich bisher gesehen habe, nur so nebenbei bemerkt (Ich habe schon 3 komplette Tage dort verbracht und immer noch nicht alles gesehen). Und sobald der Job in der Tasche ist, werd ich mich wohl auch nach einem WG-Zimmer umsehen.
Ansonsten haeng ich ein bisschen rum und geniesse das immer besser werdende Wetter. Zeit fuer die Sommerklamotten aus den tiefen das Rucksacks kramen, am Strand liegen und mit sandigen Fuessen in alten Vans durch die Stadt cruisen, Musik hoeren, nette Menschen treffen, ueber das Leben sinnieren, Grillen, eiskaltes Bier trinken und jeden Tag ein bisschen brauner werden... na, schon neidisch? ;) Ich kann mich tatsaechlich nicht beschweren und musste mich eben auch ein bisschen ueberwinden in eines der speckigen, duesteren Internetcafes zu gehen und meinen Blog zu schreiben. Aber ich weiss ja was ich euch schuldig bin ;)

Zu meiner letzten Reise: Ich bin nochmal ein bisschen mit Martin herumgereist, um die letzten Ecken der Nordinsel zu erkunden. Wir sind wieder viel in der Natur unterwegs gewesen, haben draussen gezeltet, auf Lagerfeuern gekocht, wilde Seehunde beobachtet, an weissen und schwarzen Stein- und Sandstraenden gesessen, in den immer noch schneebedeckten Bergen herum gewandert, viel Spass gehabt und letztendlich trotzdem unser beziehungsartiges Verhaeltnis beendet. So, jetzt wisst ihr Bescheid. Detailliertere Informationen werden nur auf Anfrage vertraulich an einzelne Personen weitergegeben. Auf jeden Fall geht es mir gut.
Mehr faellt mir grad gar nicht ein. Falls mir wieder was lustiges passiert, seid ihr natuerlich die ersten die es erfahrt.
Bis bald

Von noch mehr Nordinsel

Donnerstag, 6. November 2008

Dienstag, 4. November 2008

hello from windy Welly

Hallo aus der Hauptstadt! Heute ist nichts mit langen Beschreibungen lustiger Geschichten, ich muss jetzt schnell und kompakt Informationen loswerden. Also... was bisher geschah: Nach meinem Autotrip bin ich fuer eine Woche auf einen Reiterhof in der Naehe von Whangarei gezogen um dort fuer Kost und Logis zu arbeiten (wwoofing genannt). Ich habe mit der Familie zusammen gewohnt, durfte mal eine Reitstunde mitmachen und hab so hier und da geholfen. Es war sehr nett und ich musste versprechen wieder zu kommen. Direkt danach ging es dann mit Il-Ho, einem alten Bekannten aus Schulzeiten, auf Reisen. Er hatte in Australien eine Praktikum gemacht und will 3 Wochen in Neuseeland herumreisen. Auf Studivz hat er gesehen, dass ich hier bin und mich angeschrieben. Wir beschlossen also zusammen zu reisen. Er kam nach Whangarei und wir zogen mit meinem Auto los. Zuerst ging es wieder in den hohen Norden (wo ich ja schon war, was aber zur Neuseeland-Tour dazu gehoert). In den paar Tagen stellt sich aber heraus, dass unser Reisetempo und -gefuehl nicht ganz zusammen passt. Er moecht in 3 Wochen die ganze Insel durchqueren und guckt sich gern die Landschaft vom Auto aus an. Ich dagegen moecht gern wandern und die Landschaft erkunden, hasse lange Autofahrten (immer noch) und wollte eben auch nicht soviel Geld fuer Sprit ausgeben, wenn ich unterwegs nur einen Bruchteil zu sehen bekomme. Nach einigen Planaenderungen entschied ich mit bis nach Wellington zu kommen, dort ein wenig zu bleiben und mich langsam jobbend und campend wieder nach oben durchzuschlagen (denn die Suedinsel ist immer noch verdammt kalt und muss noch 1-2 Monate warten!).
Vom hohen Norden ging es also weiter nach Coromandel, einer wunderschoenen Ausbuchtung an der Ostkueste, unterhalb von Auckland. Hier war eine sehr enspannte Suedsee-Atmosphaere zu spueren, es gab atemberaubende Straende, gemuetliche Staedtchen und ueberall wurde geschnorchelt und getaucht. Diese Aktivitaeten muessen fuer mich leider warten, wir haben nur einen kleinen Spaziergang zu einem Steintor gemacht, den das Wasser geformt hat. Sehr imposant! Danach machten wir uns in die Mitte der Nordinsel auf, zum Lake Taupo. Das ist ein riesiger See in (wie immer) schoener Umgebung. Hier sind wir ein wenig ziellos am Ufer herumgeklettert, um alte Maori-Gravierungen am Fels zu entdecken, die eigentlich nur vom (teuren) Touri-Boot aus zu sehen sind... ziemlich erfolglos. Weiter ging es in den Tongariro National Park, der erste Nationalpark Neuseelands. Die Landschaft ist hier ploetzlich ganz anders als der Rest der Insel: anstatt gruener Huegel und Waeldern findet man hier eher steppenartige Pflanzen in Braun- und Rottoenen. Im Nationalpark befinden sich 3 noch aktive Vulkane, die schneebedeckt sind und als Skigebiet benutzt werden. Auch dieser Spass muss warten, wir haben einen walk zu einem nahegelegenen Wasserfall gemacht (der aber auch sehr schoen war). Hier wurden mehrer Szenen von Lord of the Rings gedreht, unter anderem Mordor und der Mount of Doom. Beim naechsten Besuch wuerde ich mit einer mehrtaegigen Wanderung durch die Berge liebaeugeln. Jemand Interesse? (Mama?) Das naechste Ziel war dann auch schon Wellington und hier bin ich. Nach dem ganzen Im-Busch-Herumgespringe (wir haben ausser einmal naemlich nur gezeltet, und das nicht nur bei Sonnenschein..), freu ich mich heute Abend auf ein richtiges Bett und kann die Grossstadt, die vielen Menschen und die vielen Autos um mich herum noch gar nicht richtig fassen. Es ist kalt, regnerisch und extrem windig hier, ich fuehl mich wie in Hamburg! Morgen zieh ich in ein gemuetlicheres Hostel und bekomme vielleicht sogar eine Anstellung als Rezeptionistin, wie einige wissen mein Working Holiday-Traumjob. So, jetzt ist mein Geld gleich alle und ich muss was essen. Ihr erfahrt die Tage mehr!